Sonntag, 24. September 2017

Warum wählen denn so viele Leute die AfD?! #bundestagswahl2017

Hallo meine Lieben,

heute soll es um ein etwas ernsteres Thema gehen. Gestern war die Bundestagswahl, das Ergebnis müsste jedem bekannt sein. Die AfD hat 13% erreicht, ist somit mehr als 8% beliebter als vor vier Jahren. Im Moment klären die Medien und die Politiker die Frage "Wieso hat die AfD so einen hohen Wahlerfolg zu verzeichnen?",  meiner Meinung nach kommt die Beschäftigung mit dieser Frage aber viel zu spät.
Ich möchte hier auf meinem Blog Stellung zu dieser Frage nehmen. Dabei bitte ich euch zu beachten, dass dies nur ein Kommentar ist von mir als einer politikinteressierten Person ist und ihr, wenn ihr eure Meinung kund geben wollt, euch bitte in sachlicher/höflicher Form ausdrückt. Sonst werden eure Kommentare selbstverständlich gelöscht ;-)

"Scheiß Nazis", "FCKAFD", "Wer AfD wählt, ist doof", etc. lese ich andauernd auf Instagram, Facebook, Youtube,...  Die Parteimitglieder, sowie die Wähler der Partei werden auf das Übelste beschimpft. Auch im Wahlkampf war die AfD mehrmals Thema, mehrfach sprachen Partein an, dass sie verhindern wollen, dass die AfD in den Bundestag einzieht. Die eigene Meinung sagen, erklären, dass es einem nicht passt, was die "vermeidliche" Alternative für Deutschland will, ist völlig in Ordnung. Sich von ihr zu distanzieren, friedlich gegen sie zu demonstrieren- super! Das Problem ist aber, dass es in letzter Zeit ein regelrechtes AfD Bashing gab. Die AfD wurde so sehr runter gemacht, so sehr zum Thema in allen Medien gemacht, dass die AfD immer mehr ausgegrenzt wurde. Ausgrenzung für eine rechtspopulistische Partei klingt doch erstmal gut, oder? 
Hier ein kleines Beispiel: Peter(53) will die Afd wählen, er ist mit der jetzigen Politik nicht einverstanden und möchte etwas gegen die Flüchtlingskrise tun. Er informiert sich auch oberflächlich bei anderen Partein und lest fast regelmässig die Zeitung. Überall wird die Partei, die er wählen will, schlecht gemacht und nicht nur das: Er wird auch als Wähler schlecht gemacht, beschimpft. Er informiert sich weiter über die AfD und diese erzählt ihm etwas von Lügenpresse und Hetze der anderen Parteien. So fühlt Peter sich nur noch mehr bestätigt, die AfD zu wählen.

Wie wir in den Umfragen gesehen haben, haben sich, wie im Jahr 2013, viele Menschen aus Protest entschlossen, diese Partei zu wählen. Ihr Protest gilt der Flüchtlingskrise und dem Euro. Wobei Erstes immer noch Top Thema der AfD ist. Wäre die AfD so groß, wenn es die Flüchtlingskrise nicht gegeben hätte? Meiner Meinung nach, nein. Hier muss sich jede andere Partei, die die letzten Jahre im Bundestag saß- Linke, SPD, Grüne und CDU an den Kopf fassen und etwas verändern. Wie Frauke Petry gar nicht so falsch gesagt hat, viele neue Themen gab es von der CDU zur Bundestagswahl 2017 nicht. [Link dazu hier]Ich finde die alten Ideen gar nicht so schlecht, jedoch haben sie viele Menschen nicht abgeholt. Problem Nummer 2!

Was heute im "AfD Schock" fast untergegangen ist, ist die Tatsache, dass wieder eine liberale Partei in den Bundestag eingezogen ist. Warum die FDP so großen Erfolg zu verzeichnen hat? Ganz einfach: Eine Idee zur Flüchtlingspolitik und moderne Politk mit modernen Themen. Ganz abgesehen von den Inhalten, finde ich die Darstellung der Partei um Linder, sehr modern und ansprechend gestaltet. Sie bildeten auch eine Alternative zur CDU, die ein paar Prozente verlor. 

Um nochmal auf die AfD zurückzukommen: Viele Nicht-AfD-Wähler fragen sich was eigentlich Menschen zur AfD treibt. Hier möchte ich euch kurz eine ganz tolle Plattform vorstellen, die ich selbst in letzter Zeit des Öfteren benutzt habe: Diskutier mit mir 
Ich kam durch sie in Kontakt mit AfD Wählern und linken Wählern. Meistens reichte die Zeit von dem Gesprächspartner oder mir nicht, sonst hätten wir noch Stunden weiterdiskutiert! Probiert diese Seite auf jeden Fall aus, denn so lernt ihr mehr euren Standpunkt zu vertreten, aber auch den von Menschen mit anderer Meinung zu verstehen. 
Was ich erfahren habe, habe ich bereits vermutet: 
Die Wähler sind gar nicht so rechts. Keiner von denen würde ein Flüchtlingsheim anzünden, geschweige davon reden. Sie haben einfach Angst, dass ihre Heimat sich verändert. Zu viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen und sie irgendwann eingeschränkt leben werden. Auf eine Stufe mit den rechten Köpfen der Partei, würde ich diese Wähler nicht einschätzen.
(Ein Gauland, ein Höcke und weitere Partei Führer sind für mich rechtsextrem und haben nicht nur paar gutgemeinte Gedanken zum Thema Deutschland!)
Ein User hat mir diesen Artikel gesendet. 
Lest ihn euch gerne durch- ich würde mich freuen, wenn ihr eure Meinung dazu, hier in die Kommentare schreibt!  
In einem anderen Chat erzählte mir ein AfD Wähler, dass er es unfair findet, dass Linksextreme ihre Treffpunkte vom Staat bezahlt bekommen. Nach meiner Recherche werden diese Treffs nicht direkt vom Staat bezahlt, aber geduldet. Bei rechten Vereinen gibt es keine Duldung und selbst AfD Parteisitzungen müssen oftmals im Grünen oder im privaten Haus stattfinden, da keine Gaststätte sie da haben will. -Wobei wir wieder bei meinem ersten Punkt  Ausgrenzung der AfD wären. 
Ist Ausgrenzung wirklich die richtige Vorgehensweise?! Oder sollten wir nicht lieber doch auf Dialog setzen?
Was meint ihr?
Ich bedanke mich für das Lesen dieses Kommentares! 

eure
Franzi <3





Kommentare:

  1. Moin moin,
    bevor ich meine Meingung bzw. generell etwas zu dem Inhalt deiner Beitrages sage, muss ich einmal anmerken, dass es doch besser ist, wenn du deinen eigenen Beitrag, bevor du ihn postest einmal zur Sicherheit liest. So hast du z.B. "vermeintlich" als "vermeidliche" geschrieben, oder den Namen des Politikers Christian Lindner falsch geschrieben. Es sind mir noch mehr Dinge aufgefallen, aber das spielt jetzt keine Rolle und soll dich nicht runtermachen, sondern also Feedback aufgefasst werden, wodurch die visuelle Darstellung deines Beitrags verbessert werden kann.
    Zum einen wollte ich sagen, dass die AfD, wie du sie hier präsentierst nur zu einem kleinen Teil aus dem Teil besteht, welcher gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik ist. Dennoch wird dies oft und auch von dir als DER Punkt aufgezeigt, welcher der AfD einen solchen zuspruch gebracht hat. Natürlich gibt es viele Menschen die mit vielen Punkten des Wahlprogrammes der AfD konform gehen, dennoch auch viele, wie angedeutet aus Protest. Die Aussage, dass die Leute die AfD Wählen,weil sie so sehr "gemobbt" werden trifft meiner Meinung nach nur auf ein Paar Prozent zu. Wohl eher ist die alte Regierung bezogen auf die Flüchtlinge schuld. An dem eigenen Kurs festhalten, nicht auf die Wünsche und Sorgen vieler Bürger eingehen und total ignorant mit dem bekannten Zitat "wir schaffen das schon!" spielt man der AfD in die Hände. Sie bereichert sich an den Ängsten des Volkes. Die AfD ist NICHT dafür, dass alle Flüchtlinge abgeschoben werden. Eher stht sie für eine kontrollierte Einwanderung und Migration (Z.B. nach Kanadischem Vorbild), das Setzen eines Limits, das Abschieben von Wirtschaftsflüchtlingen und straffälligen Flüchtlingen....Das ist es was viele Menschen in Deutschland wollen. Da Merkel dafür nichts getan hat, bzw. nur sehr wenig sollte es keinen wundern, dass rechts Orientierte Parteien, wie die AfD mit der Zeit mehr und mehr Zuspruch erhalten. Der Fahler liegt hier ganz klar bei Merkel und der Regierung. Hätten sie das umgesetzt, was Die Bevölkerung will und auch die AfD im Programm hat, würde die AfD "keinerlei" Zuspruch und Rückhalt in der Bevölkerung haben. Stattdessen haben CDU und Co. lieber Nichts verändert und AfD-Bashing zusammen mit den Medien betrieben. Daraus sollte man lernen...... nicht nur dumm auf "Feinde" einschlagen, sondern auf deren Aussagen eingehen und und diese entkräften, oder für sich nutzen und etwas ändern, anstatt "faul" rumsitzen und Nichts machen.
    Deine Aussage mit dem Flüchtlingsheim anzünden verstehe ich zu 0%! Wieso geht man auch mit einem solchen Hintergedanken an einen Diskurs mit AfD-Wählern ran? Die AfD war und ist niemals extrem gewesen. Wieso also eine solche Aussage von dir? Tut mir leid, aber es kommt mir so vor, als seist du sehr von Vorurteilen bezüglich AfD-Wählern bedient. Nein! Das soll keine Beleidigung, oder dergleichen sein, nur meine Meinung. Natürlich gibt es im Programm der AfD viel mehr Programmpunkte, welche hier nicht von dir angesprochen wurden, weshalb ich auf diese auch nicht eingegangen bin. Dennoch würde mich Eines interessieren. Wie ist deine Meinung zur AfD? Dazu findet sich in deinem ganzen Beitrag leider kein Wort.

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    1. Hallo :)
      Ich freue mich sehr, dass du meinen Blogpost gelesen hast und dir eine Meinung dazu gebildet hast :)

      Danke, ich werde es ändern.
      Wie bitte? Ich denke, dass die meisten aller AfD Mitglieder gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik sind. Wie kommst du auf etwas gegenteiliges?
      Klar ist die Regierung in gewissen Maße Schuld, da sie eine bestimmte Gruppe nicht mitnehmen konnte. Jedoch ist dieses ein altbekannter Grund, der bei jedem Report genannt wird, deswegen bin ich darauf nicht eingegangen :)
      Die Aussage mit dem Flüchtlingsheimen anzünden, ist nicht ernstgemeint.. das war eine Hyperbel.. aber ich setzte es in Anführungszeichen, damit du es auch verstehst.
      Mitglieder des dritten Weges gehörten zu Brandstiftern von Flüchtlingsheimen und da viele rechte Bewegungen in die AfD gemündet sind, habe ich diese These aufgegriffen.

      Du warst sehr schnell mit dem Kommentieren.Eigentlich hatte ich einen weiteren Blogpost oder eine Ergänzung zu diesem geplant, um meine Meinung zu der Partei zu erläutern.

      Also kurz und knapp: Die Afd ist für mich eine rechte, populistische, starkkonservative Partei mit rechtsextremen Mitgliedern.
      Die Themen sind meiner Meinung nach rückwärtsgewandt und sprechen mich gar nicht an.

      Was ist mit dir? Bist du AfD Mitglied?

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  2. Ja, aber die AfD, bzw. deren Mitglieder sind nicht dafür, dass alles Flüchtlinge abgeschoben werden. Und nicht nur AfD´ler sehen das so, auch viele andere Deutsche sehen es so, dass die Flüchtlingspolitik Merkels gescheitert ist. Ich kann leider auf viele deiner Punkte keinen Bezug nehmen, da du deine Antowrten nicht auf meine Aussagen bezogen hast und ich somit nicht weiß, worauf die dich beziehst. Es kann ja sein, dass es eine Hyperbel ist, bzw. so gemeint war, aber dann mache diese doch bitte kenntlich, da oftmals ein falsches Bild der AfD gezeigt wird und somit viele Leute eine solche Aussage als ernst gemeint ansehen und ich muss auch anmerken, dass dein Kommentar mit "....., damit du es auch verstehst." hoffentlich nicht so wirken soll, als sein ich dumm, oder sonstiges. Finde diesen Kommentar recht unpassend von dir. Nein, ich bin kein AfD Mitglied. Wie kommst du darauf? Ich sehe die AfD selber als problematisch an, aber dennoch ist es falsch Unwahrheiten, oder Dinge zu verbreiten, die nicht Stimmen. Wieso argumentiert man nicht vernünftig und sachlich gegen die Partei? Wäre die eigene Position so gut und richtig, sollte es doch ein leichtes sein die AfD argumentativ zu besiegen, oder?

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